Seventh-Day Adventist Church

Adventgemeinde Berlin-Köpenick

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Gedanken aus dem Gemeindeblatt

Unterwegs

„Genieß deine Studienzeit! Das waren meine schönsten Jahre.“ Solche Worte hört man immer wieder, wenn Ältere mit Schülern oder Studenten reden.

„Jesus sagte: »Gott hat mir alle Macht gegeben, im Himmel und auf der Erde! Geht nun hin zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Schülern und Schülerinnen: Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehrt sie, alles zu tun, was ich euch geboten habe. Und seht doch: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt!“ (Mt 28,18-20) zititert mit leichten Veränderungen nach BasisBibel


Mit Sicherheit haben auch die Schüler von Jesus sich manchmal im Rückblick mit Wehmut an die Zeit erinnert, als sie mit ihrem großen Lehrer auf Studienreise waren. Aber jede Ausbildung hört irgendwann auf. Davon handelt der Text aus Matthäus 28. Irgendwann ist man ausreichend ausgebildet, um selbst loszulegen.

Jesus hat seine Schüler für vieles ausgebildet. Ein ganz wichtiger Grund war, dass er Hoffnungsträger haben wollte, die Licht in das Dunkel um sie herum bringen.

Manchmal erscheint uns Christen „die Welt“ als unangenehm und wir sind versucht, uns eine angenehme Parallelwelt einzurichten. Eine heile Welt, die möglichst frei von bösen Einflüssen ist.

Jesus macht es anders. Für ihn gibt es nur eine Welt. Und alle Menschen, die da drin leben, liegen ihm am Herzen. Deswegen schickt er seine ausgebildeten Nachfolger los und lässt sie sich auf der ganzen Welt verteilen. Ihm ist bewusst, dass das nicht immer nur schön werden wird. Aber er verspricht, dass man nie allein sein wird. Nicht weil, immer andere Christen dabei sind, die einem gut tun, sondern weil Jesus selbst dort sein wird, wo man als sein Nachfolger hingeht.

Was hat Bestand?

Gibt es Dinge, die Bestand haben? Auf das Wetter ist anscheinend kein Verlass. Hier in Deutschland schon gar nicht. Und schaut man das Phänomen im Großen an, reden dann auch viele von einem Wandel. Vom Klimawandel. Dass sich Technik fortlaufend verändert, bedarf eigentlich gar keiner Worte. Verfolgen wir politische Entwicklungen in unserem Land, dann sehen wir dort eine Veränderung im Parteiensystem. Mehrheiten ändern sich. Vieles ist im Werden und vieles am Verschwinden.

Manchmal freuen wir uns, dass Dinge anders werden. Manchmal wäre es aber auch schön, wenn liebgewonnene Gewohnheiten und Abläufe sich nicht auflösen würden. Denn Bekanntes und Gewohntes gibt Sicherheit.


»Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn: Ein Mann nahm es und pflanzte es auf seinem Acker ein. Das Senfkorn ist das kleinste von allen Samenkörnern. Aber wenn eine Pflanze daraus gewachsen ist, ist sie größer als die anderen Sträucher. Sie wird ein richtiger Baum. Die Vögel kommen und bauen ihr Nest in seinen Zweigen.« (Mt 13,31-32 Basisbibel)

Jesus erzählt im Gleichnis vom Senfkorn von einer Veränderung, die nicht Sorgen entstehen lässt, sondern immer mehr Sicherheit hervorbringt. Können wir das sehen? Blicken wir so auf unsere Nachbarschaft, auf unsere Stadt?

Können wir sehen, wie Gottes Reich sich ausbreitet? Oder sehen wir um uns herum eher nur die Dinge, die uns Sorgen bereiten?

Jesus erzählt auch andere Gleichnisse, in denen er seine Jünger darauf vorbereitet, dass nicht alles rosig werden wird, wenn sie für seine Werte eintreten und ihm nacheifern. Neben dem Guten in der Welt wird es auch Böses geben. Aber die Botschaft von Jesus lautet: „Das Böse wird nicht siegen! Das Gute gewinnt!“

Bei allen Klagen die wir über Veränderungen hören und vielleicht auch selbst äußern, sollten wir nicht vergessen: Das Gute ist am Wachsen und wir können uns mit dafür einsetzen, dass auch andere es sehen können.

 

Stephan Hartmann

 

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